Ehemalige Bürgermeisterin verstorben
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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 28. Jul 2010 - 12:15 Uhr
Wie heute bekannt wurde, ist die ehemalige Bürgermeisterin von Aschersleben, Siegrid Tabbert, gestern plötzlich verstorben. Die 71jährige war die erste frei gewählte Bürgermeisterin der Stadt und hatte dieses Amt von 1990 bis 1994 inne. Seitdem saß sie als Stadträtin für die CDU im Lokalparlament, war Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschusses und Mitglied im Ausschuss “Bestehornpark”.
Die 1939 geborene Siegrid Tabbert war 1990 während der ersten freien Kommunalwahl nach der Wende in der einstigen DDR zur Bürgermeisterin von Aschersleben gewählt worden. Die Stadt hatte sich damals für das duale Verwaltungsystem entschieden, wie es auch in Niedersachsen angewendet wurde. Es gab also den Bürgermeister als Repräsentatenten der Stadt sowie einen Stadtdirektor als Chef der Verwaltung. Tabbert war als Rätin das Ehrenamt vom Stadtrat übertragen worden. Bis zum Jahr 1994 hatte sie es inne, als sie vom jetzigen Oberbürgermeister Andreas Michelmann abgelöst wurde. Auch das duale System wurde seinerzeit abgeschafft, der Bürgermeister ist seitdem Repräsentant und Verwaltungschef in einer Person und wird von den Bürgern direkt gewählt.
Politisch aktiv war Siegrid Tabbert nach ihrer Wahlniederlage gegen Andreas Michelmann weiterhin. Als Stadträtin setzte sie sich vor allem für die Kultur- und Bildungslandschaft in Aschersleben ein und erhob ihre kritische Stimme. Für die Bürger der Stadt hatte sie immer ein offenes Ohr, oft sah man sie mit den Menschen auf der Straße im Gespräch. Die dort an sie herangetragenen Themen nahm sie mit in ihre politische Arbeit. In der CDU-Fraktion übernahm sie häufig das Wort und galt als kritischer und aufmerksamer Geist.
Zu den Verdiensten von Siegrid Tabbert zählt unter anderem die Partnerschaft mit der niedersächsischen Stadt Peine. Die Partnerschaftsurkunde unterzeichnete sie 1990 bei einem großen Stadtfest. Bei der Feier zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft, die am 3. Oktober auf der Landesgartenschau in Aschersleben begangen wird, und an vielen anderen Stellen wird sie eine Lücke hinterlassen.
Sie Stadtverwaltung und der Stadtrat werden die Leistungen und das Wirken von Siegrid Tabbert in einem gesonderten Nachruf würdigen, hieß es aus der Pressestelle des Rathauses.





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