Neues aus der finnischen Partnerstadt Kerava

1

Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 02. Jul 2012 - 13:45 Uhr
Shortlink für diesen Beitrag: http://www.ebasl.de/oocg


Es gibt sie noch, die Partnerschaft zwischen Aschersleben und der finnischen Stadt Kerava. Und die Kontakte sind sogar intensiver, als es die öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. So kam eine Delegation aus Finnland zur Eröffnung der Neo-Rauch-Grafikstiftung nach Aschersleben. Und eineblick.de erreichte ein Bericht vom jährlichen Kerava-Tag, für den die Blog-Pause auch unterbrochen wird.

Jorma Kauko ist Mitglied eines Deutsch-Kurses an der Volkshochschule in Kerava. Bereits in der Vergangenheit hat er eineblick.de und die Leser in Aschersleben mit Neuigkeiten rund um die Partnerstadt versorgt. Hier nun sein Bericht vom Kerava-Tag, der am 17. Juni stattgefunden hat.

Am 17.6.2012 wurde der jährliche Kerava-Tag wieder gefeiert. Das Hauptfest sollte auf dem Aurinkomäki (Sonnenhügel) stattfinden, aber nach der sonnigen und warmen Woche war das Wetter am Sonntag schrecklich, und es regnete beinahe den ganzen Tag. Darum wurde das Fest in den Kerava-Saal verlegt. Wegen des schlechten Wetters war das Fest kein Publikumserfolg.

Markku Liimatainen, Vorsitzender des Stadtrats, hielt die Festrede. Er hat über Keravas Situation heute und in der Zukunft gesprochen.
Am Kerava-Tag wird “Der Einwohner des Jahres” veröffentlicht. Der Heimat-Verein, Kerava-seura, trifft die Auswahl. Die Vorsitzende des Vereins, Satu Saaristo erzählte, dass der Kandidat dieses Jahres in Kerava wohnen sollte, und er sollte auch etwas mit der Eisenbahn zu tun haben, weil die Eisenbahn in Finnland ihren 150. Geburtstag feiert. Die erste Eisenbahnstrecke wurde 1862 von Helsinki via Kerava nach Hämeenlinna gebaut. Dieses Jahr wurde Mauno Salmi gewählt. Er ist ein 82-jähriger Rentner, dessen Familie schon seit den 1850er Jahren in Kerava wohnt und für die Eisenbahn arbeitet. Mauno Salmi ist noch sehr aktiv und interessiert sich besonders für Volkstanz.

Am Kerava-Tag bekommt auch jemand, der oder die sich besonders um Kerava verdient gemacht hat, einen Stern, der auf Aurinkomäki bewundert werden kann. Dieses Jahr wurde diese Auswahl von Eero Lehti, Volksvertreter und Vorsitzender der Stadtregierung, getroffen. Er hat Tapio Sariola den Stern zugesprochen. Tapio Sariola ist Geschäftsführer von Tivoli Sariola und gehört zu der bekannten Zirkus-Familie Sariola.

Auf der Bühne haben wir auch den X-Factor Gewinner, Elias Hämäläinen, der in Kerava wohnt, gesehen. Nach dem Hauptfest konnte man Jazzmusik hören, weil das Kerava-Jazz Festival am selben Wochenende veranstaltet wurde. Kerava-Jazz hat vom 14.6. bis 17.6. viele Konzerte angeboten, mit finnischen und auch vielen ausländischen Künstlern.

Am Kerava-Tag konnte man auch das neue Museum-Haus, Sinkka, besuchen. Das Kerava Museum und Kerava Kunstmuseum haben jetzt ein neues, gemeinsames Haus in der Nähe der Stadtmitte bekommen. Die Stadt hat den Einwohnern Kaffee und Kuchen angeboten und die politischen Parteien und einige andere Vereine haben ihre Aktivitäten vorgestellt. Hoffentlich wird das Wetter nächstes Jahr ein bisschen besser sein.

Einen Ausschnitt des Konzertes von X-Factor-Sieger Elias Hämäläinen im Kerava-Saal gibt es auch bei Youtube.

Auch die Stadt Aschersleben beteiligte sich am Kerava-Tag und schickte ein kleines Video in die Partnerstadt. Es zeigt, wie sich Aschersleben verändert hat und greift gleichzeitig die Schwerpunkte der Stadtentwicklung auf “lernen – arbeiten – wohlfühlen”. Für das finnische Publikum wurde der Film mit finnischen Untertiteln versehen.


 

Ein Dank an dieser Stelle an Jorma Kauko für die Zusendung des Beitrags.

VN:F [1.9.22_1171]
Bitte bewerten Sie den Beitrag (viele Sterne = sehr gute Bewertung)
Ergebnisse: 4.7/5 (7 Stimmen abgegeben)
Neues aus der finnischen Partnerstadt Kerava, 4.7 out of 5 based on 7 ratings

Kommentare

1 Kommentar zu “Neues aus der finnischen Partnerstadt Kerava”

  1. Christian Freytag schrieb am 06. Jul 2012 um 14:43 Uhr

    Ein sehr schöner Beitrag. Besonders der Film, mit dem sich Aschersleben in Kerava vorgestellt hat. Nur: Sooooo grau war Aschersleben früher nicht. Es hat sich ungelogen sehr viel getan, doch etwas Farbe hätte dem “alten Aschersleben” auch gut gestanden.

Gibt es was zu Kommentieren?