Aschersleben aus weiblicher Sicht

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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 13. Mrz 2011 - 13:47 Uhr
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In der vergangenen Woche wurde zum 100sten Mal der Frauentag gefeiert. Es gab Blumen und Geschenke für die holde Weiblichkeit. In Aschersleben ließ man sich am vergangenen Samstag, 12. März, eine andere Ehrung einfallen. Eine Ehrung vor allem für Frauen, die die Geschichte der Stadt prägten. Einmal im Monat soll es in Zukunft thematische Stadtführungen geben. Den Beginn machte eine Führung zum Thema “Aschersleben aus weiblicher Sicht”.

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Mit einem Gläschen Sekt wurden die TeilnehmerInnen der ersten thematischen Stadtführung in der neuen Tourist-Information begrüßt, bevor Erika Schwerke die Gruppe auf das Kommende einstimmte. Viele Straßennamen gebe es in Aschersleben, so Erika Schwerke, aber nur wenige tragen die Namen von Frauen, die in der Stadt tatsächlich gewirkt hätten. Gleichwohl gebe es aber zahlreiche Damen in der Stadtgeschichte, an die zu erinnern sich lohne, weil damit spannende Geschichten verknüpft wären. Nur einige wollte Erika Schwerke als eherenamtliche Stadtführerin an diesem Samstag erzählen. Doch auch diese wenigen Frauen füllten einen zweieinhalbstündigen Rundgang durch das sonnendurchflutete und frühlingshafte Aschersleben.

Stationen waren das ehemalige Katharinenhospital, das Marienkloster oder auch der Elisabeth-Zwinger – Orte, die Frauennamen tragen. Doch auch der erste Sitz des Unternehmens “Gurken-Poeschel” war ein Anlaufpunkt der Führung, ein Unternehmen, das von Dorothea Poeschel Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Dass eine Frau damals als Unternehmerin tätig war, war nicht selbstverständlich. Das einstige Stadtgefängnis am Grauen Hof wurde von der Gruppe ebenfalls besucht. Dort saß Berta Hesse ein, eine Politikerin der 1930er Jahre.

Und sogar mit dem Rathaus lässt sich eine Frauengeschichte verbinden. Dort wurde an die bislang einzige Bürgermeisterin von Aschersleben erinnert. Siegrid Tabbert wurde 1990 in dieses Amt gewählt.

Über die Führung entstand ein Audiobeitrag, den sich interessierte eineblick-Leser hier anhören können. Ein Video folgt später.

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