“Landesgartenschau ja, Umleitung nein”

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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 21. Apr 2010 - 23:48 Uhr
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Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in Aschersleben angesichts der Landesgartenschau, die am Samstag beginnt. Schon seit fast zwei Jahren schwelt ein Streit um die Umleitungsstrecke. Die soll, so die offizielle Behördenbegründung, Lärm von der Gartenschau fernhalten. Eine kleine Bürgerinitative findet das unlogisch.

Unlogisch erscheint die eingerichtete Umleitung vor allem aus einem Grund: Der ganze Straßenverkehr mit all seinem Lärm führt trotz Umleitung direkt an der LAGA-Hauptbühne vorbei. Stört der Lärm dort etwa nicht, fragt Fred Kollwitz, der sich in der Bürgerinitiative engagiert.

Viele Autofahrer sind zudem frustiert wegen der seit drei Tagen gültigen Umleitung: Zu Stoßzeiten, besonders am Nachmittag herrscht Stau. Dabei hat der LAGA-Besucheransturm noch gar nicht begonnen.
eineblick.de hat das in der Stadt vieldiskutierte Thema für die Video-Reihe “Projekt 170″ aufgegriffen und mit Fred Kollwitz von der Bürgerinitiative gesprochen.


 

Zur “Projekt 170 – LAGA 2010”-Mediathek

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Kommentare

2 Kommentare zu ““Landesgartenschau ja, Umleitung nein””

  1. Fred Kollwitz schrieb am 23. Apr 2010 um 10:33 Uhr

    In der MZ vom 23.4.10 war unter der Rubrik Leserbriefe ein Beitrag der Leserin Gundel Jahn, der inhaltlich mehr als oberflächlich ist. U.a. schreibt Frau Jahn, der genervte Autofahrer sollte doch die Zeit im Stau nützen, um einen Blick auf die wundervoll gestalteten Gärten und Parks zu werfen. Dass man diese Garten und Parks mit gelben Planen verdeckt hat, ist sicherlich von Frau Jahn übersehen worden!
    Dass Frau Jahn viel Verständnis für die Anwohner an der Umleitung hat, ist wirklich eine grosse Hilfe. Eine Hilfe wäre es gewesen, wenn sie im Vorfeld der Diskussion um die Umleitungsstrecke in ihrer Eigenschaft als Stadträtin der Grünen eindeutig Stellung bezogen hätte. Noch besser wäre es gewesen, sie hätte das Gespräch mit den Bürgern gesucht, die von der Umleitung betroffen sind. Wenn man nicht von den Belästigungen der Umleitung betroffen ist, kann man leicht kluge Sonntagsreden halten.
    Fred Kollwitz

  2. Gundel Jahn schrieb am 27. Apr 2010 um 21:12 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kollwitz!
    Aus Ihrer (inzwischen recht einseitigen) Sicht auf die Laga konnten Sie meinen Leserbrief nur falsch verstehen, also “inhaltlich oberflächlich”.
    Ich habe im Stadtrat klar Stellung bezogen, und zwar mit einem überzeugten JA zur Umleitungsstrecke. Natürlich hat mich diese Angelegenheit beschäftigt, aber ich sehe auch jetzt noch keine Alternative.
    Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass sich Bürger in öffentlichen Angelegenheiten zu Wort melden und für Ihr Recht kämpfen. Doch es wird immer eine Entscheidung getroffen werden müssen, die das Gemeinwohl über das Wohl weniger Betroffener stellt. Das machen sich auch die Stadträte nicht leicht! Diese Entscheidung einer unwilligen Verwaltung anzukreiden, ist hier doch eher unpassend.
    Mir ging es schließlich darum, auch einfach mal die guten Seiten dieses Ereignisses in den Vordergrund zu rücken! Hier habe ich nämlich den Eindruck, dass diese kaum noch Erwähnung in der Öffentlichkeit finden. Und das finde ich fatal! – erfreuliche Ausnahme ist der heute in der MZ erschienen Leserbrief von Herrn Uwe Bollmann- Hier wird eine Chance vergeben, Ascherslebener als freundliche Möhrenköppe kennenzulernen, statt als Menschen mit zusammengekniffenen Lippen, die selbst das Erblühen dieser Blumenfülle nicht fröhlich stimmen kann!
    Übrigens, der Zaun hat ziemlich viele Lücken! Die IBA-Veränderungen sind so groß, dass man die, auch wenn man wollte, niocht einzäunen kann!
    Herr Kollwitz, ich wünsche Ihnen und allen Bewohnern der Worthstraße aufrichtig schöne Laga-Erlebnisse, lassen Sie sich einfach mal mitreißen mit den vielen staunenden Menschen!
    Und in 166 Tagen ist alles (schon) wieder vorbei!
    Mit freundlichem Gruß, G. Jahn

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