Ex-Superintendent legt Wende-Büchlein vor
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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 14. Mrz 2010 - 11:41 Uhr
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Christoph Mücksch war während der Zeit der Friedlichen Revolution in der DDR Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Aschersleben. Da die Kirche unbestritten eine wichtige Rolle bei den Reformbewegungen in der DDR spielte, hat er nun ein Büchlein vorgelegt, in dem er seine Erinnerungen an diese Zeit in Aschersleben beschreibt. Der Titel des Buches: “So war’s”.
Es ist knapp 50 Seiten stark, das kleine Buch im DIN-A5-Format, das Christoph Mücksch anlässlich der Ausstellungeröffnung zum Thema “20 Jahre freie Wahlen” erstmals öffentlich vorstellte (eineblick berichtete darüber im Beitrag: Ausstellung: 20 Jahre freie Wahlen). Noch druckfrisch war es an diesem Freitagabend und Ex-Superintendent und Autor Mücksch ließ es sich nicht nehmen, das passende Kapitel daraus während der Veranstaltung vorzutragen. Für knapp 5 Euro ist es nun käuflich zu erwerben.
Das Vorwort zu dem Buch schrieb Lothar de Maizière, der ehemalige und letzte Ministerpräsident der DDR der gleichzeitig auch Schwager von Mücksch ist. Der Autor schneidet die ersten Demonstrationen in Aschersleben an, die Stadthallengespräche, auch die Gründung der “Ascherslebener Allgemeine” sowie die Arbeit am Runden Tisch in Aschersleben.
Der Titel des Buches ist mit “So war’s” eher unglücklich gewählt, denn Mücksch verbindet damit einen hohen Wahrheitsanspruch für sein Buch. Einen Wahrheitsanspruch, den der Autor selbst auf der letzten Seite relativiert, indem er darauf hinweist, dass andere Menschen durchaus andere Erinnerungen an die aufregende Zeit der Friedlichen Revolution haben können. “So war’s” beschreibt letztlich die Ereignisse im Aschersleben des Jahres 1989 allein aus Sicht von Christoph Mücksch. Und das Buch lässt Spielraum für andere Bücher mit dem Titel: “So war’s wirklich”.







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