Aschersleben 1989 – so sah es aus

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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 25. Aug 2009 - 20:51 Uhr
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Fotos aus der Zeit der Wende im Jahr 1989 gibt es einige, auch aus Aschersleben. Doch bewegte Bilder sind eher die Seltenheit. Denn wer hatte schon eine Videokamera zu DDR-Zeiten? Kaum jemand. Doch zum Glück gab es ja manche Westverwandte oder Freunde die zu Besuch kommen und Filme drehen konnten. eineblick.de hat einen solchen Film ausfindig gemacht.

Aschersleben 1989: So sah es einmal aus.

Können Sie sich noch erinnern, wie es in Aschersleben im Jahr 1989 aussah? Immerhin ist das schon 20 Jahre her. Und getan hat sich seitdem einiges, so dass vieles in Vergessenheit geraten ist. In dem Video, das eineblick.de in einem Privatarchiv ausfindig gemacht hat, sieht man: Aschersleben sah 1989 ziemlich übel aus. Wie die meisten anderen DDR-Städte auch – Verfall überall.

Jetzt, nach 20 Jahren, hat sich die Stadt deutlich weiterentwickelt und verschönert. Ihr Gesicht hat sie gewahrt, aber Aschersleben sieht deutlich besser aus. Bewusst wird einem das vor allem dann, wenn man noch einmal solche alten Aufnahmen sieht.

Das vorliegende Video wurde nur schnell zusammen geschnitten und ist etwa zehn Minuten lang. Wenn Sie es in voller Schönheit betrachten wollen, dann merken Sie sich den 14. November vor. An diesem Tag wird eine Ausstellung zum Thema “20 Jahre Wende in Aschersleben” im Grauen Hof eröffnet. Ein Dank bereits jetzt an denjenigen, der das vorliegende Video bereitgestellt hat – ein Dank, der übrigens nach Köln und Umgebung geht, wo das Bildmaterial so lange aufbewahrt wurde.

Haben Sie ähnliche Aufnahmen im Schuhkarton oder im Koffer auf dem Dachboden? Dann melden Sie sich bei eineblick.de. Vielleicht sind Ihre Aufnahmen ja ebenso interessant oder gar interessanter und könnten in der Ausstellung einen Platz finden.


 
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Kommentare

16 Kommentare zu “Aschersleben 1989 – so sah es aus”

  1. Kerstin Redlich schrieb am 29. Aug 2009 um 17:46 Uhr

    Hallo Marko,
    den Film zu sehen, war schon spannend.
    Der Start ist am 14.10.1989 – unser Hochzeitstag. Vor 20 Jahren haben wir unser Hochzeitsessen auch noch in der Tierparkgaststätte eingenommen. Nur ein paar Stunden früher.
    Das war eben Erinnerung pur.
    Schön, dass es diese Zeitzeugen gibt. Es hat sich viel getan und nun kann man es deutlich sehen. Auch wenn viele immer glauben, es kommt nichts voran. Gerade Aschersleben ist doch ein gutes Beispiel. Das eine oder andere wäre vielleicht nicht nötig gewesen wäre – Sportpaläste wie das Ballhaus…
    Für die Innenstadt sieht man jedenfalls eine positive Entwicklung und es geht immer weiter. Es ist eben alles nur eine Frage der Finanzen.
    Übrigens: Interessante Seite – es macht schon Freude die Neuigkeiten aus Aschersleben und Umgebung genauer beleuchtet zu sehen.
    Liebe Grüße von Kerstin

  2. Martin Kölli schrieb am 09. Sep 2009 um 22:01 Uhr

    Hallo Marko,
    habe heute Abend diesen Film entdeckt! Sehr beeindruckend für mich, als ehemaligen Wessi! Kleine Anregung: Wenn Du oder jemand anders mal viel Zeit hat ;-), könnte man genau die gleiche Strecke abfahren/-gehen und filmen und so allen Kritikern zeigen, was sich seither in unserer Stadt getan hat!

    Liebe Grüße, Martin

  3. Marko Litzenberg schrieb am 09. Sep 2009 um 22:55 Uhr

    Danke für die Anregung. Sobald Zeit ist, werde ich sie in die Tat umsetzen.

  4. Yves Metzing schrieb am 14. Sep 2009 um 16:34 Uhr

    Zum Zeitpunkt des Videodrehs war ich 15 und meine Erinnerungen sind weitaus bunter (wahrscheinlich weil Träume meist farbig sind), als in diesem Video.

    So Vertrautes, soviel Heimat heute in echt zu erleben, erfüllt mich mit Freude, und der (vielleicht) drastischen Feststellung, dass vor 20 Jahren die Rettung unserer Stadt begann.

  5. Jürgen Groth schrieb am 11. Nov 2009 um 11:10 Uhr

    Danke für den Film. Was, wenn es die Wende nicht gegeben hätte? Nicht auszudenken. Vielleicht überall Platte, die heute wieder sanierungsbedürftig wäre? Danke für die tolle Seite!!!

  6. Juliane Schicht schrieb am 24. Apr 2010 um 16:54 Uhr

    Zum Zeitpunkt des Videodrehs war ich zwar erst eineinhalb Jahre alt, aber vieles hatte sich solange nicht verändert, dass sogar ich mich daran erinnern kann. Es hat mich gerührt, diese Bilder sehen zu können, vor allem die Aufnahmen aus dem Turm der Staphani-Kirche. Einfach wunderschön *vor allem die vielen Trabis* ^^

  7. Ulrike Eggers schrieb am 21. Jul 2010 um 04:40 Uhr

    1989 war ich 16 jahre alt.
    Wenn ich heute in Aschersleben bin, erzähle ich meiner Tochter wie es damals war.
    Bin von der kleinen Zeitreise emotional berührt…
    Und wie schön ist es doch schon geworden!

  8. Monika Weidner schrieb am 14. Apr 2011 um 14:27 Uhr

    Hallo !!
    Der Film ist sehr beeindruckend – es ist schön zu sehen -wie es damals war . Die Stadt hat sich sehr verändert …
    Ich bin in Ascherleben gross geworden und hab meine Kinder dort bekommen . Ist immer wieder schön etwas zu sehen oder zu lesen von dieser schönen Stadt ..
    Liebe Gruesse Monika

  9. Nicole Kneusel schrieb am 27. Apr 2011 um 21:43 Uhr

    Hallo,

    ich bin eben auf die Seite gestoßen und ich muss sagen, dass es mich berührt hat. Ich war damals 10 und sammele heute alte Ansichten usw. Kein Buch über Aschersleben darf in meiner Sammlung fehlen. Aber diese Bilder zu sehen war sehr schön und ergreifend. Wie schön ist Aschersleben schon geworden! Auch wenn viele meckern, ich denke das gibt es immer wieder.

    Vielen Dank!

  10. Marion Kottwitz schrieb am 30. Mai 2011 um 12:31 Uhr

    Hallo Marko!
    Bin durch Facebook auf diese Seite hier gekommen und habe Erinnerungen aufgefrischt. Ein wenig Wehmut nach Kindheitserinnerungen aber auch staunen (wie? so sah es 1989 hier aus?) haben mich eine Stunde gefesselt.Erst als ich ein altes Foto von dir sah, war mir klar: ups, den kennste doch auch. Ich habe damals in der Stadthalle bei einem Pressefest (ich hoffe es gab damals nur eine neue Zeitung) von der AA etwas (Videogerät, 3.Platz) gewonnen und schau mal in der Fotokiste nach.
    Jedenfalls bin ich ab jetzt- dank “eineblick” – über FB immer im Bilde über meine alte Heimatstadt Aschersleben.
    Liebe Grüße aus Osnabrück!

  11. Nadine S. schrieb am 01. Aug 2011 um 15:30 Uhr

    hallo marko

    wow da war ich 13 hab es genau so noch in erinnerung :) tolle zeitreise

  12. Ute Bruder schrieb am 14. Apr 2012 um 16:57 Uhr

    Hallo Marko,

    sehr schön diese Aufnahmen ich habe mich sehr gefreut sie zu sehen ,Ja da war das Kino noch Kino und nicht nur Profit und bezahlbar für alle. Aber sehr schön diese leider nur 10 Minuten.

    MIt freundlichen Grüßen Ute

  13. Joas Kotzsch schrieb am 18. Sep 2012 um 01:15 Uhr

    Ein beeindruckendes Zeitzeugnis! Ist denn die Anregung von Martin Kölli ( Kommentar #2) umgesetzt worden?

  14. Marko Litzenberg schrieb am 18. Sep 2012 um 09:28 Uhr

    Ja, die Idee wurde Anfang 2012 im Auftrag der Ascherslebener Kaufmannsgilde umgesetzt. Hier ist das Ergebnis:

  15. Joas Kotzsch schrieb am 19. Sep 2012 um 01:37 Uhr

    Sehr schön umgesetzt. Vielen Dank für den Link zum Video.

  16. Wolfgang Stock schrieb am 05. Jan 2013 um 10:52 Uhr

    Traurige, aber dann auch wunderbare Bilder aus meiner Geburtstsstadt, in der ich von 1951 bis 1977 lebte, bis mich die Stasi via Roter Ochsen Halle an der Saale und Zuchthaus Brandenburg 1981 nach Westdeutschland (wie man damals sagte) abschob …

    Heute lebe ich in Kaufbeuren im Allgäu, doch bin ich im Herzen ein “Möhrenkopp” geblieben. Dies erlebe ich besonders dann, wenn ich mit einem Ex Ballenstedter und einer Ex-Quedlinburgerin zusammentreffe, die ebenfalls in Kaufbeuren leben, und wir in die breite Vorharzer Mundart zurückfallen: “Mit baaden Baanen im Schwaaneaamer un kaane Saafe …”

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