Nun doch ein Stadtfest in diesem Jahr?
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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 13. Mai 2009 - 09:57 Uhr
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Als sich die Stadt im vergangenen Jahr mit dem Park- und Lichterfest in eine Festpause verabschiedete, konnten das die meisten Bürger verstehen. Die Innenstadt ist eine einzige große Baustelle, es gibt 2010 die Landesgartenschau (praktisch ein 170-Tage-Stadtfest) und die Kräfte sollten darauf gebündelt werden. Keine Träne wurde deshalb darüber vergossen, dass es 2009 kein Stadtfest geben sollte. Kein böses Wort fiel. Doch nun ist anscheinend alles anders.
Die Stadtverwaltung von Aschersleben plant wohl doch ein Stadtfest in diesem Jahr. Das wurde zumindest aus verlässlicher Quelle bekannt. Sollte sich das bewahrheiten bleibt die Frage: Warum? Es fehlt Platz, es fehlt Zeit und ganz sicher fehlt auch Geld. Die angekündigte Stadtfestpause nach dem letzten Park- und Lichterfest auf der Herrenbreite im Sommer vergangenen Jahres entlockte niemandem auch nur ein Murren. Jeder hatte Verständnis dafür, dass es kein Fest geben könne vor der LAGA. Die Vernünftigen würden sogar sagen: Es darf in diesem Jahr kein Fest geben.
Nun ist es ja nicht so, dass es 2009 gar keine Feierlichkeiten in Aschersleben gibt. In der kommenden Woche zum Beispiel beginnt das Gildefest – die Kaufmannsgilde hat es organisiert und von den Dimensionen entspricht es fast einem üblichen Stadtfest (siehe Beitrag: ABBA-Show und Gildefee-Wahl zum Festauftakt). Warum also muss die Stadt noch ein Stadtfest nachlegen? Denkt man etwa, in schlechten wirtschaftlichen Zeiten müsse besonders viel gefeiert werden, um die Leute bei Laune zu halten? Ein Irrglaube!
Zumal: Erst jetzt wird mit der Organisation des Stadtfestes 2009 begonnen. Im Mai also für den anstehenden Sommer – traditionell ist Anfang September Stadtfestzeit. Das Kulturamt der Stadt ist darüber hinaus nicht wirklich besetzt, die sonst für die Stadtfeste verantwortlichen Verwaltungsmitarbeiter wurden an die LAGA GmbH ausgeliehen – zum Glück, denn das bürgt zumindest für die Gartenschau für eine gewisse Veranstaltungsqualität.
Dann das Geld: Hat die Verwaltung so viel davon übrig, dass man jetzt quasi ad hoc ein Fest aus dem Boden stampfen kann/muss? Niemand wird ernsthaft behaupten, dass die Stadt bisher mit einem Stadtfest Geld verdient hat. Derartige Festivitäten sind – zumindest in der bisher gebotenen Qualität – garantiert immer Zuschussgeschäfte gewesen. Warum also die raren Kapazitäten verpulvern für ein Strohfeuer, wenn das Geld und die Manpower besser für die Gartenschau 2010 einzusetzen wäre.
Und zum Schluss der Platz: Wo bitteschön soll ein Stadtfest in diesem Jahr stattfinden? Auf der Vorderbreite/Hinterbreite etwa, die erst kürzlich durch Bodensenkungen auffiel und gerade mal eben so als Parkplatz taugt. Oder etwa auf dem Festplatz in der Dammköhlerstraße, so weit abseits, dass das Fest schon im Ansatz zum Rohrkrepierer werden würde? Oder vielleicht gar rund um die Herrenbreite auf den Straßen direkt neben den LAGA-Baustellen? Kein wirklich schöner Ort zum Feiern momentan. Für kleinere Festivitäten wie jüngst das LAGA-Baustellenfest zum Start des Dauerkartenvorverkaufs mag es reichen. Für ein Stadtfest keineswegs.
Insgesamt darf man wohl am verantwortlichen Handeln (im Sinne der Stadt) jener zweifeln, die die Idee hatten, in diesem Jahr ein Stadtfest zu veranstalten.
So ein Fest gehört abgesagt – ja nicht einmal geplant!
Wer die Idee hatte, ist eineblick.de nicht bekannt. Sollte es der Oberbürgermeister gewesen sein, sollte er schnellstens seine (gelinde in seinen eigenen Worten gesagt: “bekloppte”) Entscheidung korrigieren. War er es nicht, sollte er als Chef die Befürworter eines Stadtfestes 2009 zurückpfeifen.
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seh ich genauso aber naja die werden das schon machen lach wird eh nen reinfall werden