Ballhaus – was ist passiert?
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Von Marko Litzenberg · Veröffentlicht am 27. Mai 2008 - 08:42 Uhr
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Alle Zeitungen vor Ort berichteten mit kurzen Meldungen in der vergangenen Woche davon, dass der Geschäftsführer der städtischen OptimAL GmbH und Chef des Ascherslebener Sport- und Freizeitzentrum Ballhaus plötzlich seinen Stihl räumen musste. Der Aufsichtsrat der kommunalen Gesellschaft, die das Ballhaus mit Sportarena, Beachhalle, Schwimmbad, Fitnesszentrum sowie das Freibad betreibt, beschlossen habe, den Geschäftsführer Andreas E. mit sofortiger Wirkung zu beurlauben.
Aber warum? Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es von offizieller Stelle. Statt dessen wurde bekannt gegeben, dass vorübergehend ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung, genauer gesagt aus dem Amt für Wirtschaftsförderung, die Geschäfte weiterführe, bis eine Ausschreibung gestartet und dann ein neuer Geschäftsführer benannt sei.
Nun ist Aschersleben ein recht kleines Städtchen. Da liegt es auf der Hand, dass bei derart zurückhaltender Informationspolitik natürlich die Gerüchte ins Kraut schießen. Eines davon ist (wie bei allen Gerüchten ist diese Info natürlich mit extremer Vorsicht zu genießen, bis es eine offizielle Bestätigung dafür gibt), dass sogar die Polizei vorfahren musste und der bisherige Geschäftsführer sein Büro nicht mehr betreten durfte.
Was auch immer passiert ist: Die Gerüchteköche werden weiter am Gerüchtesüppchen kochen, bis die richtigen Umstände der ungewöhnlichen Aktion irgendwie doch die Runde machen. Wir bleiben also gespannt.
Übrigens für alle Nicht-Ascherslebener: Das Ballhaus wurde ursprünglich von einem privaten Investor gebaut und ging dann im Jahr 2003 plötzlich pleite. Die Stadt sprang mit der OptimAL GmbH als Retter des Freizeitzentrums ein, so dass der Betrieb weiter gehen konnte. Allerdings ist und bleibt das Ballhaus ein finanzielles Sorgenkind der Stadt.







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